1080 Bildzeilen sind nicht alles. Zum Abspielen von HD-Filmen von Blu-ray und HD-DVD sollte der Fernseher auch „progressive“ Darstellung unterstützen.
Von je her war Übertragungskapazität oder „Bandbreite“ ein knappes Gut. Das galt insbesondere in der Zeit analoger Ausstrahlungen per Antenne oder Kabel. Schon das klassische PAL-Fernsehen behalf sich daher eines Tricks, mit dem sich die Anzahl übertragener Bildzeilen halbieren ließ, ohne dass es dem Zuschauer allzu sehr aufgefallen wäre: dem „Zeilensprung“ oder englisch: „Interlaced“-Signalen. Denselben Trick gibt es auch noch im HDTV-Zeitalter: der Buchstabe i beim Signaltyp 1080i weist auf den „Interlaced“-Modus hin.

Weg mit dem Zeilensprung

Im Kino allerdings gibt es kein „Interlaced“. Dort werden 24 Vollbilder pro Sekunde projiziert. Um denselben Bildeindruck auch im Heimkino zu liefern, sind Kinofilme auf den neuen Disc-Typen Blu-ray und HD-DVD mit 24 „progressiven“ (also zeilensprungfreien) Bildern pro Sekunde gespeichert. Man spricht auch von „p/24“ oder „24p“. Sofern Abspielgerät und Bildschirm diesen Modus unterstützen, werden dann 24 Vollbilder mit 1080 Bildzeilen pro Sekunde angezeigt („1080p“). Gute Signalverarbeitungs- Elektronik kann außerdem 1080i-Signale durch Errechnen von Zwischen-Zeilen („De-Interlacing“) in 1080p anzeigen. Beide Modi sollte ein HD-tauglicher Fernseher beherrschen.


So funktioniert der ZeilensprungProgressive
Bisherige TV-Signale zeigen zuerst alle ungeradzahligen Bildzeilen, und danach alle geradzahligen. Man spricht auch von „Halbbildern“. Erfolgt der Wechsel schnell genug (25 mal pro Sekunde), nimmt das Auge nur noch ein leichtes Flimmern war, hat aber den Eindruck einer flüssigen Bewegung aus 50 Einzelphasen pro Sekunde.