Wie viel Auflösung hätten Sie denn gern? Worin liegt der Unterschied zwischen HD-ready und Full-HD? Und sind mehr Pixel in jedem Fall besser? Hochauflösendes Fernsehen ist die Zukunft – und schon heute in aller Munde. Auch wenn ein Großteil der ausgestrahlten Fernsehprogramme noch in der klassischen PAL-Auflösung gesendet wird, gibt es doch immer mehr Programminhalte in hoher Auflösung („HDTV“): Angefangen von den ersten, per Digital-TV oder auch IPTV empfangbaren HDTV-Kanälen wie Anixe HD, HD1, Pro7 HD, Sat.1 HD, Premiere HD und Discovery HD, über die DVD-Nachfolger Blu-ray und HD-DVD bis hin zu eigenen Camcorder-Aufnahmen oder der Präsentation hochauflösender Digitalfotos auf HD-. Mit wenigen Ausnahmen sind alle aktuellen Flach-Fernseher „HD-ready“ und somit in der Lage, HDTV-Inhalte anzuzeigen. Doch „HD-ready“ bedeutet noch nicht, dass der Bildschirm die maximale HDTVAuflösung von 1920 x 1080 Pixeln anzeigen kann. Das entsprechende darf ein TV Gerät bereits tragen, wenn sein Bildschirm mindestens 720 Bildzeilen darstellen kann – zum Beispiel in der verbreiteten Auflösung von 1366 x 768 Pixeln.

Vor- und Nachteile von Full-HD

Besitzt der Bildschirm dagegen als „native“ (also tatsächlich in Form von Zellen oder Bildpunkten vorhandene) Auflösung die maximale HDTV-Pixelzahl von 1920 x 1080, spricht mal von „Full-HD“ – also „voller HD-Auflösung“. Der visuell wahrnehmbare Unterschied ist allerdings geringer als man von den Zahlen her meinen könnte. Nur wer relativ nah vor dem Fernseher sitzt und besonders hochwertig produziertes HDTV Material betrachtet, dem fällt die höhere Bildauflösung typischerweise auf. Dennoch: für die maximal erzielbare Bildschärfe und die wirklich uneingeschränkte Bildqualität und Detailtreue von HDTV-Signalen ist ein Full-HD-Bildschirm Voraussetzung. Doch „Full-HD“ hat auch Nachteile: so gut die hohe Auflösung zu HDTV-Bildquellen passt, so weit ist sie von der klassischen PAL-Auflösung entfernt. Um das Bildsignal von „Standard Definition“- Fernsehsendungen oder den heute üblichen DVDs mit seinen 720 mal 576 Bildpunkt auf 1920 x 1080 Pixel hochzurechnen, ist eine sehr leistungsstarke Signalverarbeitung notwendig. Die Gefahr besteht, dass die „skalierten“ Bilder unscharf wirken und durch digitale Bildfehler („Artefakte“) entstellt werden.

Welcher TV-Typ sind Sie?

Wer sicher weiß, dass er über die nächsten Jahre überwiegend PAL-Fernsehen und
DVDs mit „Standard Definition“ anschauen will, ist deshalb in der Regel mit einem „HD-ready“-Gerät besser beraten. Wer dagegen schon heute auf HD-Empfang per Kabel, Satellit oder IPTV setzt und auch schon oder in Kürze einen Blu-ray- und/oder HD DVD- Player anschaffen will, der ist prädestiniert für ein „Full-HD“-Modell. In jedem Fall sollte man bei der Geräteauswahl darauf achten, dass der Fernseher eine leistungsstarke Signalverarbeitung bietet.

„HD-ready“ und „HD-ready 1080p“HD-ready
Um HD-taugliche Geräte zu identifizieren, haben die Hersteller zwei Gütesiegel entwickelt: Das Logo HD-ready bekommen Fernseher und Projektoren, die folgende Kriterien erfüllen: 1. Das Gerät akzeptiert HDTV-Signale über eine analoge (YUV) und eine digitale Buchse (HDMI oder DVI mit HDCP). 2. Das Bild hat 16:9- Format und mindestens 720 Zeilen. 3. Die Elektronik versteht die Signale HD-ready-1080p720p und 1080i. Trägt das Logo den Zusatz 1080p, erfüllt das Gerät zusätzliche Anforderungen: es hat eine native Auflösung von 1920 x 1080 Pixel, kann Bilder progessiv darstellen und akeptiert Signale mit 24, 50 und 60 Hertz.